Rupprecht auf Reisen #10: Korfu

In Korfu angekommen, dachte ich eigentlich daran, die Quadrate neben einen tollen südlichen Sonnenuntergang zu fotografieren. Jedoch lässt sich das – wie Geigers Werke auch – so schlecht fotografisch festhalten. So habe ich mich bald nach einem anderen Motiv umgesehen und wurde auch sehr schnell fündig.

Rupprecht Geiger hat in seiner Griechenland-Zeit 1944 das mediterrane Licht studiert und gezeigt, wie leuchtend sich alles in diesem Licht zeigen kann. Schon beim ersten Betreten des Hotels fielen mir die tollen roten Blumen mit ihrer enormen Leuchtkraft im Garten auf.

Impressionen #6: Siebdruck-Werkstatt am 09.11.13

Am Samstag hat das Archiv Geiger erneut eine Siebdruck-Werkstatt im frisch aufgeräumten Atelier von Ekkeland Götze, dem langjährigen Drucker von Rupprecht Geiger, durchgeführt.

Es hat sich eine sehr nette Teilnehmergruppe zusammengefunden, die z. T. schon gut bekannt war mit Ekkeland und dem Siebdruckverfahen, z. T. Erstkontakt mit diesem Handwerk hatte. Nach einer Einführung in die Drucktechnik im Allgemeinen wie zu Rupprecht Geiger’s Vorlieben und Arbeitsweisen im Speziellen durch Ekkeland Götze und Julia Geiger, legte Ekkeland los, rührte die Farben noch einmal auf und begann mit den ersten Bögen, die von gelb bis orange leuchteten.

Es war schön zu sehen, wie so ein Siebdruck-Werk entsteht, worauf genau es ankommt – Ekkeland wiederholte des öfteren, dass ‚drucken’ von ‚drücken’ kommt! -, wo eventuelle Probleme liegen und wie schnell etwas schief gehen kann. Ganz spontan und ungeplant fragte er in die Runde, ob nicht jemand Lust hätte, selbst Hand anzulegen. Natürlich gerne, ich!

Es war toll, selbst tätig zu werden und nicht nur zuzuschauen…. Und prompt hatten wir vor lauter Erklärungen und Geratsche vergessen, einen Bogen Papier unter dem Sieb zu platzieren! Ja, so schnell kann es gehen…
Jeder Teilnehmer durfte sich abschließend ein paar der von uns mitgebrachten Postkarten aussuchen – nicht von den frisch gedruckten natürlich, denn diese Bögen mussten ja noch trocknen und geschnitten werden.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ekkeland Götze und Julia Geiger für die Praxiserfahrung sowie die neuen Informationen, die sicherlich wieder in die ein oder andere Führung einfließen werden – der Besuch war aufregend und hinterlässt wohl bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck.

Erfolgreicher ‚Tag des offenen Denkmals’!

Am vergangenen Sonntag haben wir erstmals am ‚Tag des offenen Denkmals’ teilgenommen und es war schön zu sehen, welch Anklang die ganztägige Öffnung des ehemaligen Ateliers Rupprecht Geigers gefunden hat. Die beiden angebotenen Führungen waren sehr gut besucht und ich war positiv überrascht davon, dass wir eine ganz neue Gruppe von Besuchern im Archiv begrüßen durften. Wir werden viele von ihnen hoffentlich wiedersehen und haben neue Geiger-Fans gewonnen! Ein wahrlich erfolgreicher Tag! Wir freuen uns auf nächstes Jahr, in dem dann wahrscheinlich außerdem das Künstlerhaus ‚die Bax’ am Chiemsee für Besucher geöffnet sein wird.

Würdiger Nachwuchs??

Nach dem letzten Urlaub hat meine Chefin uns ein ganz tolles Geschenk gemacht!
Ein französisches Sommerkleid für meine kleine Tochter in Geiger-Rot. Eine Art Pink also. Eine tolle knallige Farbe. Kein Baby-Rosa. Genau das Richtige für die Sonnentage. Steht der Kleinen hervorragend. Oder was meinen Sie? Ein würdiger kleiner Repräsentant im Archiv Geiger?

Zufällige Entdeckung!

Als ich letztens wiedermal von ‚Werbepost für Mütter’ überflutet wurde, habe ich die 10 Minuten Ruhe, die mir meine Kleine ausnahmsweise gegönnt hat, dafür genutzt, mir diese tatsächlich auch mal durchzusehen anstatt sie, wie sonst, unbesehen wegzuwerfen. Und siehe da: zwei Handtücher haben mich förmlich angesprungen! Als Mitarbeiter des Archivs habe ich diese vor meinem geistigen Auge sofort auf der Toilette des selbigen gesehen – und ein paar Wochen später hingen sie tatsächlich dort. Ich musste sie einfach bestellen! Wie für das Archiv gemacht. Machen sich gut. Genau da gehören sie hin!

…verborgene Schätze!

Diese riesige, knallig pinke Decke – farblich ganz im Stile Rupprecht Geigers – hat meine Uroma (geb. 1912) vor vielen Jahren eigenhändig gehäkelt.

Erst vor Kurzem ist sie aus den Tiefen des Kellers meiner Oma aufgetaucht. Welch Schätze sich da wohl sonst noch finden lassen? Ich durfte die Decke mitnehmen und habe sie dankbar angenommen. Denn:

– einmal ist sie schöne Erinnerung an meine mittlerweile verstorbene Uroma,

– zum anderen eignet sich die Decke hervorragend als Babydecke im Garten, wenn Töchterchen meint, mal wieder als lebender Rasenmäher fungieren zu müssen. Mit einem einzigen Blick erfasst man, ob die Kleine noch auf sicherem Boden weilt oder ob sie wiedermal kurz davor ist, sich an einem Kleeblatt zu verschlucken.

– Und Drittens habe ich auf diese Weise immer irgendwie ein Stück Rupprecht Geiger bei mir zu Hause.