Rupprecht Geiger Werkübersicht #4: E 75, 1949 (WV 40)

Während Rupprecht Geiger im Jahre 1948 lediglich elf Gemälde anfertigt, nimmt die malerische Produktion in den beiden darauffolgenden Jahren erheblich zu. 1949 entstehen 30 Gemälde und 1950 malt er 24 Arbeiten. Diese deutlich zunehmende Produktivität Geigers spiegelt die finanzielle Lage des Künstlers wider, die sich nach der Währungsreform verbessert. Parallel dazu nimmt er seine Tätigkeit als Architekt wieder auf. Die Werke dieser künstlerischen Phase gewähren dem Betrachter Einblicke in farbige Räume ohne örtlichen Bezug und ohne Perspektive. Wenige vereinzelte, geometrische und organische, teilweise in sich farblich modulierte Formen sind auf subtilen Farbverläufen platziert.

E 75, 1949, Eitempera/Holz, 42 x 70 cm

Das kleinformatige Eitempera-Gemälde E 75 zeigt auf einem dunklen, in blau und schwarz modulierten Grund mehrere geometrische Formen. Diese sind in der unteren Bildhälfte kettenartig horizontal aufgereiht. Durch ihre unterschiedliche, meist helle Farbgebung heben sie sich vom dunklen Hintergrund ab und rufen Assoziationen zu Architektur hervor. Gleichzeitig erwecken die vorwiegend unmodulierten, flachen Formen den Eindruck, in einem undefinierten, leuchtenden Raum zu schweben, ähnlich wie bei den Architekturmaßaufnahmen von 1926 des verlassenen Kapuzinerklosters in Trevi – Geiger begleitet damals als Student der Kunstgewerbeschule in München seinen Professor Eduard Pfeiffer auf einer Studienreise und zeichnet Grund- und Aufrisse auf einem in tiefblauer Farbe getränkten Papier, in Anlehnung an die gesehenen Fresken Giottos im Dom von Assisi.

Rupprecht Geiger und Karl M. Hirschbold, Architektur-Maßaufnahmen vom Convento di Cappuccini in Trevi, 1926, Aquarell/Papier, 41 x 41 cm

In seinem Tagebuch 1939-1949 notiert Geiger neben vorbereitenden Skizzen zu E 75 den Hinweis „die entmaterialisierte Architektur“. Der Bezug zur Architektur ist hier eindeutig, allerdings stellt der Künstler die konventionellen, im Studium erlernten Architekturgesetze in Frage. In E 75 werden die der Architektur spezifischen Eigenschaften – Erdgebundenheit, Materialität, Schwere – aufgehoben: die architektonischen Elemente ruhen nicht auf einem Erdbereich, sondern schweben losgelöst, geradezu schwerelos in einem weiten Raum. Die architektonisch anmutenden Komponenten in den Werken Geigers stehen eindeutig im Zusammenhang mit seinem erlernten Beruf, wie er selbst formuliert:

„Sicher ist dieses Gefühl für das richtige Maßverhältnis, für Proportionen [in der Malerei] durch mein Architekturstudium entwickelt worden“ (Interview mit Maria Wetzel, in: Diplomatischer Kurier, 12.Jg. H.2., 1963, S. 444)

Neben dem Einfluss der strengen Formensprache und der Proportionsgesetze der Architektur spielt die Integration von architektonischen Elementen als Bildmotive im künstlerischen Frühschaffen Geigers ebenfalls eine wichtige Rolle. In den im Krieg entstandenen Werken sowie in den Landschaftsgemälden der ersten Nachkriegsjahre werden oftmals Gebäudedarstellungen bzw. Architekturdetails in seinen Kompositionen eingesetzt. In den Bildern mit irregulären Formaten kommt die Architektur nur in reduzierter Form als Staffage vor. In den darauffolgenden Jahren wird sie stellenweise als bildprägendes Motiv herangezogen. Die zahlreichen, im Laufe seiner Karriere ausgeführten Arbeiten im öffentlichen Raum, sowie die immanente räumliche Wirkung seiner Werke zeugen nicht zuletzt von diesem besonderen Gespür Geigers für das Architektonische. Das hier besprochene Gemälde zeigt gewisse Parallelen zu der im Jahr 1951 entworfenen Fassade über dem Haupteingang des Münchner Hauptbahnhofs. Die Wirkung dieser Arbeit kommt nachts am besten zur Geltung, wenn die Leuchtstoffröhren die einzelnen Aluminiumplatten zum Schweben bringen.

Fassade über dem Haupteingang des Münchner Hauptbahnhofs bei Nacht, 1951

Für das Gemälde E 75 wäre Geiger beinahe der Blevin-Davis-Preis verliehen worden, wenn er zum Zeitpunkt der Preisausschreibung die Altersgrenze von vierzig Jahren nicht überschritten hätte. Für das große „Deutsche Kunst-Ausschreiben“, angeregt von dem amerikanischen Kunstfreund Blevin Davis, wurden 1949 deutsche Maler aus allen Besatzungszonen im Alter von 18 bis 40 Jahren eingeladen, ihre Werke dem Central Art Collecting Point in München einzusenden. Die internationale Jury, die bemüht ist, „das wirkliche, richtungweisende Talent zu finden“ und „die reine echte Aussage des Künstlers und die von ihm beherrschten Mittel zu werten“, muss innerhalb einiger Tage 3649 anonym gehaltene Bilder auswerten. Die Auswahl fällt zunächst auf E 75 von Rupprecht Geiger, das der Kunstkritiker Ludwig Grote hervorhebt. Nach der Zusammenstellung der Preisträgerpersonalien wird allerdings festgestellt, dass der Künstler die Altersgrenzen um ein Paar Wochen überschritten hat. Trotz dem zurückgezogenen Preis fühlt sich Geiger in seiner damaligen malerischen Entwicklung bestätigt.

Sein künstlerisches Programm der Nachkriegsjahre fasst Rupprecht Geiger in folgendem Text zusammen:

„Was will diese neue Kunst? Sie wendet sich weitgehend vom Gegenständlichen ab und erreicht dies durch eine neue Farb- und Formgebung. […] Es ist ein aufregendes Abenteuer, von der Realität Abstand zu nehmen und die Dinge zu verzaubern. […] Hier sind die Möglichkeiten unbegrenzt. […] Da ist vor allem die Farbe. Gewichtig steht sie an erster Stelle. Da ist die Dynamik der Komposition mit der ihr eigenen Spannung, da ist die Formgebung die keine Grenze kennt.“ (Text, in: Ausstellungskatalog Extreme Malerei, Augsburg 1947, o.S.)

Dieser Drang nach dem Neuen teilt er damals mit anderen Künstlerkollegen, die gemeinsam die Künstlergruppe ZEN 49 in den Jahren 1949 bzw. 1950 gründen. Kein gemeinsamer Stil, sondern die Abstraktion als Sinnbild künstlerischer Freiheit wird von der Gruppe angestrebt.

Zitierweise: Geiger, Julia: Werkbeschreibung E 75, 1949 (WV 40) [29.04.2014], in: Archiv Geiger Blog LINK (zuletzt aufgerufen am TT.MM.JJJJ).

Rupprecht Geiger Werkübersicht #3: E 54, 1948 (WV 30)

Ab 1946 erhält Willi Geiger als Rehabilitation eine Professur an der Münchner Akademie. Da diese völlig zerstört ist, wird ihm ein Atelier in der Heßstraße 27 mit begehrten Malutensilien zur Verfügung gestellt, in dem Rupprecht einmal in der Woche über zwei Jahre hinweg in vollkommener Abgeschiedenheit konzentriert malen darf. Die Materialknappheit zeigt sich in der doppelseitigen Bemalung zahlreicher Bilder von Rupprecht und daran, dass viele Künstler alles heranziehen, was für ihre Kunst in irgendeiner Form Verwendung finden kann. Im Atelier seines Vaters entstehen die ersten abstrakten Bilder von Rupprecht Geiger, darunter die Werkgruppe der vierzehn Gemälde mit irregulären Formaten aus den Jahren 1948 und 1949. Die Suche nach einem zeitgemäßen Stil führt ihn nämlich zu einem in der deutschen Nachkriegsmalerei ungewöhnlichen und einmaligen Experiment mit dem Bildformat.

E 54, 1948 (WV 30), Eitempera/Leinwand, ca. 60 x 50 cm

Das für die Werkgruppe repräsentative Eitempera-Gemälde E 54  hat gerahmt die Maße 62 x 51,5 cm. Das viereckige Bild besteht aus einem unregelmäßigen Format mit unterschiedlich spitzen und stumpfen Winkeln als Resultat der ungleichen Seitenlänge. Es scheint, als hebe sich der Rahmen wie ein verschobenes Rechteck aus der kürzesten unteren Bildkante empor. Die abstrakte Komposition unterstützt diesen Eindruck, indem sie von einer, sich nach oben aufhellenden, grauen Farbmodulation beherrscht wird. Diese verläuft von einem schwarzen Farbton über ein immer heller werdendes Grau hin zu einem gräulichen Weiß. An diesen Farbverlauf grenzt am unteren Bildrand ein Farbstreifen in Orange-, Pink- und Dunkelrottönen, der sich nach rechts verbreitert. Auf seiner linken Seite ruht ein dunkelblaues hochformatiges Rechteck, rechts davon eine weiße, frei schwebende wolkenartige Umrissform.

Das hier besprochene Gemälde wird von Hell-/Dunkel- und Kalt-/Warm-Kontrasten bestimmt. Auftrag und Textur in den jeweiligen Bildzonen bekräftigen den Kontrast zwischen der kalten Blaumodulation und dem unteren Streifen aus warmen Farben. Die dunkelroten Farbpigmente sind sehr pastos aufgetragen und wurden mit Kaffeesatz gemischt, wie mir 2003 Rupprecht erzählte. Kontrastierend malt er die blaue Modulation in regelmäßigen, dünnflüssigen Pinselstrichen, die in ihrer unteren Hälfte zunächst parallel zum Streifen verlaufen, sich dann jedoch mit zunehmendem Verlauf der oberen, von links nach rechts abfallenden Bildkante anpassen. Somit leitet der Farbverlauf beim Betrachten des Werkes das Auge und das Bildformat wird mit der Bildkomposition verbunden. Die rechts nach unten fallende Oberkante antwortet auf den nach rechts leicht steigenden Streifen in der Komposition, was zu einem optischen Ausgleich im Bild führt. Daraus resultiert der Eindruck, dass der Farbverlauf über den Rahmen hinausstrahlt.

Wie bei den frühen, in Russland entstandenen Landschaftsbildern Geigers, ist auch das beschriebene Werk durch eine zweigeteilte horizontale Bildstruktur in Erd- und Himmelszone geprägt. Dieser Eindruck wird durch die haptische Struktur des Streifens und die sich darüber unendlich ausdehnende Modulation verstärkt. Im Sinne einer Landschaftsinterpretation erinnert das Rechteck an eine vereinzelte Staffagearchitektur und die biomorphe Umrissform an eine Wolke. In E 54 greift der Maler also formal auf Gesehenes zurück und unterstützt dies durch die Farbgebung.

Die Werkgruppe der Bilder mit irregulären Formaten ist ein Paradebeispiel für die künstlerische Experimentierfreude Geigers, die sieben Jahrzehnte lang andauern wird. Mit der Abkehr vom Rechteck stellt Geiger die seit der Renaissance gültige Fenstervorstellung Albertis in Frage. Durch das irreguläre Format versucht er, die Assoziation eines Landschaftsausblickes zu umgehen, um dadurch die Abstraktion zu steigern, was ihm nur teilweise gelingt:

„Das Naturalistische wurde mir unsympathisch; deshalb habe ich den Rahmen provoziert, damit man nicht eine durchs Fenster gesehene abstrakte Landschaft assoziiert.! (In einem Interview mit Wolfger Pöhlmann, 1985)

Rückseite von E 20, 1948 (WV 21), Eitempera/Holz, 120 x 34 cm

Mit der Werkgruppe verzichtet Geiger auf assoziative Titel und führt eine fortlaufende, aufsteigende Bildnummerierung seiner Werke ein, die bei einer reinen Betrachtung der Formen und Farben nicht ablenkend wirkt – aus dem gleichen Grund beginnt er auch seine Werke auf der Rückseite zu signieren. Das an den Bildnummern hinzugefügte Kürzel „E“ steht für Eitempera, eine Technik, die er bis Mitte der fünfziger Jahre anwendet.

Das Experiment mit dem Bildformat empfindet Geiger als zu gewagt, um es publik zu machen. Sogar engen Freunden wie John Anthony Thwaites, werden diese nicht gezeigt. An ihrem Entstehungsort wird die in Vergessenheit geratene Werkgruppe bis zum Tod von Willi Geiger 1971 aufbewahrt. Rupprecht entdeckt sie 1976 nach seiner Rückkehr aus Düsseldorf wieder, wo er eine zehnjährige Professur für Malerei innehatte, und erkennt die Bedeutung dieser Arbeiten. 1977 werden schließlich fünf dieser Gemälde in Bottrop zum ersten Mal ausgestellt und seitdem fehlen sie auf keiner seiner Retrospektiven.

Da sich die amerikanischen Künstler mit der Thematik der shaped canvas erst Mitte der sechziger Jahre auseinandersetzen, wird Rupprecht Geiger die Rolle eines Pioniers auf diesem Gebiet in der Kunstgeschichte zugeteilt. Noch wichtiger ist aber für die künstlerische Entwicklung Geigers die formale und farbliche Reduzierung, die mit der Werkgruppe einhergeht. Durch die Übertragung der Form auf den Bildrand, sah er die Möglichkeit, die Anzahl der Formen zugunsten der Farbe in der Komposition zu verringern. Die Farbe mit ihrer Ausdruckskraft und Entfaltungsmöglichkeiten wird dadurch bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zum zentralen Thema des Gesamtoeuvres Rupprecht Geigers.

Zitierweise: Geiger, Julia: Werkbeschreibung E 54, 1948 (WV 30) [01.04.2014], in: Archiv Geiger Blog LINK (zuletzt aufgerufen am TT.MM.JJJJ).

Über die Echtheit von Geiger-Serigrafien #2

Liebe Freunde des Werkes von Rupprecht Geiger,

seit dem Erscheinen des Blog-Posts zum Thema „Echtheit bei Geiger-Serigrafien“ im Oktober 2012 sind weitere eBay-Käufer mit Verunsicherungen und Beschwerden an mich herangetreten. Diese sind absichtlich aufgrund der ungenauen Beschreibungen der angebotenen Artikel in die Irre geführt worden. Wie Wolfgang Meyer in seinem Kommentar zum letzten Artikel richtig schreibt, sollte man sich vor einem Kauf mit dem Thema gründlich auseinandersetzen, d.h. anhand des Werkverzeichnisses nach dem angebotenen Blatt suchen oder sich durch eine kurze Nachfrage beim Archiv-Geiger-Team vergewissern, um welchen Siebdruck es sich tatsächlich handelt. Hier eine kleine Hilfe von unserer Seite bei der Zuordnung der Werke. Achten sie genau auf das angegebene Entstehungsjahr, auf das Format und die Stärke des Papieres!

Weiterhin wird der Kalender aus dem Jahr 1991 auseinandergenommen, das Kalendarium weggeschnitten – das Blatt hat dann ein kleineres Format – und das jeweilige Monatsblatt als unsignierte Originalserigrafie angeboten. Angegeben wird also nicht, dass das Blatt aus dem Kalender stammt, sondern es wird irreführenderweise die ursprüngliche Serigrafie aus vorangegangenen Jahren genannt, die dann für den jeweiligen Monat in verkleinerter oder vergrößerter Form wiederverwendet wurde. Zum Beispiel wurde für den Monat Januar die Serigrafie WVG 67 in verkleinerter Form herangezogen. Das Deckblatt des Kalenders wird auch mit Vorliebe unten abgeschnitten und die Signatur als weiterer Artikel angeboten.
Zur Vollansicht bitte auf das jeweilige Werk klicken.

Kalender 1991, 1990 (WVG 182)
mit 13 Serigrafien/EURO ART matt, 250 g, 74 x 59 cm
7000 Exemplare, davon einige Kalender ohne Jahr
Hg. von PWA Grafische Papiere, Raubling
Druck: Dambach Print + Service GmbH, Gaggenau
Idee: Edition & Galerie Hoffmann, Friedberg

WVG 182/0 Deckblatt
WVG 182/1 Januar (Motiv WVG 67, verkleinert)
WVG 182/2 Februar (Motiv WVG 77-1, verkleinert)
WVG 182/3 März (Motiv WVG 75-2, verkleinert)
WVG 182/4 April (Motiv WVG 69)
WVG 182/5 Mai (Motiv WVG 75-3, verkleinert)
WVG 182/6 Juni (Motiv WVG 138, vergrößert)
WVG 182/7 Juli (Motiv WVG 139)
WVG 182/8 August (Motiv WVG 56-1, auf dem Kopf)
WVG 182/9 September (Motiv WVG 77-2, Farbversuch)
WVG 182/10 Oktober (Motiv WVG 75-3, Zustand 1/1, verkleinert)
WVG 182/11 November (Motiv WVG 75-1, verkleinert)
WVG 182/12 Dezember (Motiv WVG 119-1, vergrößert)

 

Des Weiteren wird auch gerne folgende Publikation auseinandergenommen – nicht nur die nummerierten und signierten eingelegten Serigrafien werden einzeln verkauft, wogegen eigentlich nichts einzuwenden wäre, auch wenn die ursprüngliche künstlerische Intention von Rupprecht Geiger ungeachtet bleibt, sondern es werden bevorzugt die Seiten auf farbiger Kunststofffolie herausgeschnitten und als eigenständiges Werk verkauft (Zur Vollansicht bitte auf das jeweilige Werk klicken):

Rupprecht Geiger. all die roten farben, was da alles rot ist, ein sehr rotes buch / Hundertbuch III, 1981 (WVG 168)
mit 12 eingelegten Serigrafien und 13 Texten von Rupprecht Geiger
Serigrafien/Karton, 270 g, 39,5 x 40 cm
Buch: rotes Papier, weißer Karton, 270 g, farbige Kunststofffolie, 40 x 41,5 cm
Spiralheftung mit Schuber
100 + XX im Impressum nummerierte, signierte Bücher mit je 12 eingelegten, Blatt für Blatt signierten Serigrafien
Guido Hildebrandt Verlag, Duisburg
Druck/Satz: Laube, München
Neben den zwölf in Schutzklappen eingelegten Serigrafien besteht das Buch aus zahlreichen, im Siebdruck hergestellten Papier-, Karton- und Kunststofffolienseiten. Teilweise sind die Texte mittels klappbarer Teile in die Serigrafien integriert, was zu einem intensiven Zusammenwirken von Text und Bild führt. Dieses Buch „stellt eine Huldigung Rupprecht Geigers an die Farbe Rot dar. […] Durch Ausstanzungen ergeben sich Vorblicke auf die kommenden Seiten und Rückblicke, ergeben sich Farb- und Formspiele, die die Möglichkeiten des Mediums Buch aufzeigen und ausschöpfen.“ (Faltblatt zur Herausgabe)

 

Rupprecht Geiger hat verstärkt in den sechziger und siebziger Jahren die gleichen Motive für Plakate und Editionen verwendet. Es ging ihm darum, seine künstlerischen Ideen an ein breites Publikum heranzubringen. Mir sagte er mal, dass er es damals gerne hatte, wenn sich jeder Student ein Geiger-Motiv in sein Schlafzimmer hängen könne und demzufolge ließ er Plakate produzieren – ein Ansatz von dem er sich später distanzierte. Die Serigrafien dagegen nummerierte und signierte er, diese wurden dementsprechend für eine andere Zielgruppe und zu einem anderen Preis verkauft.

Nun wird ab und zu die Schrift bei den Plakaten weggeschnitten und dann als unsigniertes Blatt angeboten. Hier sollte man weiterhin auf das Format und die Angaben zum Papier achten. Die Editionen sind meistens auf einem schweren und guten Papier mit einer Stärke ab 200 g gedruckt worden, während für die Plakate vorwiegend ein dünneres Papier mit einer Stärke bis ca. 150 g verwendet wurde. Hier ein Beispiel, damit man sich dies besser vorstellen kann:

leuchtrot warm auf kalt, 1967 (WVG 101-1)
Serigrafie/Karton, 300 g, 72,5 x 61 cm
100 nummerierte und signierte Exemplare
Galerie Wilbrand, Köln
Druck: Mankopf-Siebdruck, Düsseldorf
Die Edition erschien anlässlich der „Eröffnungsausstellung“, Galerie Wilbrand, Köln 1967

 
Plakat zur Eröffnungsausstellung, Galerie Wilbrand, Köln (September/Oktober 1967)
Siebdruck/Papier, 150 g, 86,6 x 64,2 cm
Druck: Mankopf-Siebdruck, Düsseldorf
Im Werkverzeichnis der Druckgrafik 2008, S. 187

 

Bezüglich der ungenauen Angaben bei angebotenen Werken von Rupprecht Geiger habe ich mich mit dem Landeskriminalamt Bayern in Verbindung gesetzt. Die Käufer, die sich getäuscht fühlen, sollten Anzeige erstatten. Von Seiten des Archivs kann leider wenig unternommen werden. Gespräche mit eBay-Anbietern haben bis jetzt wenig gebracht, diese sind beratungsresistent!

Weiterhin gilt, wenn Ihnen das Motiv gefällt, kaufen Sie das Werk. Für ein signiertes und nummeriertes Blatt aus einer von Rupprecht Geiger autorisierten Edition müssen Sie allerdings ein wenig tiefer in die Tasche greifen, als für ein ausgeschnittenes Blatt aus einem Kalender oder Buch.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung, am besten bevor Sie das Werk kaufen!

Julia Geiger

Zitierweise: Geiger, Julia: Über die Echtheit von Geiger-Serigrafien #2 [27.03.2014], in: Archiv Geiger Blog LINK (zuletzt aufgerufen am TT.MM.JJJJ)

Rupprecht Geiger Werkübersicht #1: Ohne Titel (Landschaft), 1942 (WV 3)

Für das Jahr 2014 haben wir uns für den Blog der Archiv Geiger Internetseite eine neue Beitragsreihe einfallen lassen: über die nächsten anderthalb Jahre werden Sie hier jeweils gegen Ende des Monats eine kunsthistorische Beschreibung zu einem ausgewählten Werk von Rupprecht Geiger zu lesen bekommen. Neben allgemeinen Angaben zur Beschaffenheit des Gemäldes, sollen anhand einer ausführlichen Analyse, Komposition und Aufbau des Originals erläutert werden. Zudem können auch Anekdoten zur Entstehung des Werkes und die verschiedenen Ausstellungsorte die Beschreibung bereichern. Während Geiger anfangs noch der figurativen Malerei verbunden ist, wendet er sich nach dem Zweiten Weltkrieg rasch der Abstraktion zu – Sie werden staunen, was man alles über eine scheinbar „einfache“ Farbfläche, wie beispielsweise WV 654 und WV 655, schreiben kann! Wir erhoffen uns damit, Ihre  Augen für die besonderen Facetten der Farbe zu sensibilisieren!

Diese Beschreibungen werden chronologisch erfolgen, um Ihnen einen Überblick über das Gesamtschaffen des Künstlers in der Zeit von 1942-2009 zu verschaffen, sowie dessen künstlerischen Werdegang etwas näher zu erläutern.

Viel Spaß beim Entdecken der Farberlebnisse
wünscht Ihnen das Archiv Geiger Team

 

Abb. 1: Ohne Titel (Landschaft), 1942 (Werkverzeichnis-Nummer WV 3), Eitempera/Holz, 31 x 37 cm

Am 18. Oktober 1941 fährt Rupprecht Geiger – zuständig für Zug- und Telefonverbindungen – nach Wjasma, unweit von Moskau, wo er für einige Monate stationiert ist. In seinem Tagebuch beschreibt er die brennenden Städte, schreckliche Verwüstungen, das Gefangenenlager, die unzureichend versorgten Verwundeten und im darauffolgenden Frühjahr 1942 die beim Schmelzen der Schneemassen zum Vorschein kommenden Leichenberge.

Abb. 2: Geiger, Rupprecht: Tagebuch 1941/1942

Nicht Verwüstung und Elend hält er in seinen in Tinte und Buntstift ausgeführten Tagebuchskizzen fest, die den Beschreibungstext illustrieren, sondern farbintensive Landschaftsausschnitte, so auch den Blick aus seinem Zimmerfenster auf die russische Landschaft (Abb. 2). Die gleiche Aussicht zeigt ein farbintensives Aquarell (Abb. 3) und das hier beschriebene Gemälde (Abb. 1), wobei er hier den dargestellten Blickwinkel verkleinert und die spannendste Ausführung in der Farbgebung wählt.

Rupprecht Geiger, Aquarell, 1941

Den Vordergrund der Landschaft überzieht eine aufgewühlte Erdschicht in braunen und schwarzen Farbtönen, aus der dicke Pflöcke hervorragen. Sie erhellt sich in ihrer linken Hälfte in lachs-, rosafarbige und rötliche Stellen. Dahinter befindet sich eine flache Ebene in den Farbtönen khaki und hellgrün. Zwei große, mit weiß-gelblichem Schnee gefüllte Löcher unterbrechen das Terrain. Dahinter erhebt sich ein Hügel in braunen und dunkelgrünen Farben, auf dessen Grat ein feiner Pinselstrich drei Häuser andeutet. Ab der Bildmitte fällt die Anhöhe nach links allmählich ab und lässt den Blick auf eine blaue Fläche frei. Darüber breitet sich ein wolkenloser Himmel aus, moduliert von gelb über zartes rosa, Lachs- und Rottönen bis hin zu einem bläulichen Grau. Durch die jeweilige Farbgebung und den Hell-Dunkel-Kontrasten betont der Künstler eine Zweiteilung der Komposition in Erd- und Himmelszone, ein Charakteristikum der damaligen Landschaftsdarstellungen.

Bei diesem Werk sollte sich der Betrachter Ort und Zeitpunkt der Entstehung vergegenwärtigen. Im Frühjahr 1942 wird Wjasma zum täglichen Ziel der sowjetischen Winteroffensive und ihrer wochenlangen Fliegerangriffe. Der Vordergrund des Gemäldes thematisiert die Kriegsverwüstungen durch die aufgewühlte Erde, die zerstörten Schränke und die Granatenkrater. Die Lachs-, Rosa- und Rottöne – charakteristische Farben für Fleisch und Blut – rufen die Assoziation zu den Kriegsopfern hervor, auf die der Künstler sehr oft in seinem Tagebuch eingeht. Als Kontrast setzt er die Farbspiele im weit ausgedehnten Himmel und in der lichterfüllten Atmosphäre, die thematische Schwerpunkte der frühen Landschaftsdarstellungen Geigers und sogleich Ausgangspunkt seiner malerischen Entwicklung sind. Die Modulation als wichtigstes, gestalterisches Prinzip im Gesamtoeuvre Geigers nimmt bereits in diesem Frühwerk die Hälfte der Komposition ein. Durch die Beobachtung der Natur verdrängt Rupprecht Geiger die Kriegssituation und entwickelt Gegenbilder zur bedrückenden Realität. Ihm geht es nicht um eine detailgetreue Wiedergabe der realen Umgebung, sondern um die Darstellung einer subjektiven Landschaftsstimmung.

Der Himmel ist von beispielloser Farbenpracht und von unglaublicher Weite. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. (1) Ein Morgenhimmel ist am Horizont, blaugrau und geht nach oben in violett über, dann ganz schnell über gelb u. grün zu stahlblau. Oder (2) am Horizont weißgelb dann etwas zitronengelb und über den halben Himmel hoch lachsrot. (3) Oder violett am Horizont dann schnell gelb grün und dann zu blau.“ (Kriegstagebuch, 17.11.1941)

Dieses besprochene Werk bildet mit zwei weiteren aus demselben Jahr die ersten Gemälde aus dem künstlerischen Schaffen von Rupprecht Geiger und die einzigen, die er während der Kriegsjahre malt. Durch die Hilfe seines Vaters, Willi Geiger, der Beziehungen zum Generalstab hatte, wird Rupprecht dank der Werke aus Russland für die letzten beiden Kriegsjahre als Kriegsmaler eingesetzt, zunächst in der Ukraine 1943, dann in Griechenland. Dort setzt er sein autodidaktisches Studium der Malerei fort, wie er selbst die Kriegsjahre nennt.

Ausstellungen:

Rupprecht Geiger, Russisches Museum, St. Petersburg / Gemäldegalerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden / Palais Preysing, Bayerische Vereinsbank, München 1994/1995

 

Zitierweise: Geiger, Julia: Werkbeschreibung Ohne Titel (Landschaft), 1942 (WV 3) [30.01.2014], in: Archiv Geiger Blog LINK (zuletzt aufgerufen am TT.MM.JJJJ).

 

Tasche und T-Shirt mit Motiven von Rupprecht Geiger – eine Kooperation mit dem T-shirt Label des artistes

Während der Art Cologne im April 2013 wurde ich von der Münchener Künstlerin Caro Jost angesprochen, ob das Archiv Geiger Interesse hätte, dem T-Shirt Label des artistes Exponate für die Frühjahr Sommer Kollektion 2014 zur Verfügung zu stellen. Da ich die Schwierigkeiten der Reproduktion von Tagesleuchtfarben schon von Büchern kenne, stand natürlich im Raum, ob sich so ein Projekt (farblich) auf Textilien realisieren lässt.

Kurz darauf besuchten Frederik und Polly Bäumler, die hinter den vielversprechenden Namen des artistes stehen, das Archiv und waren von den intensiven Farben des Werkes von Rupprecht begeistert. Es ging nun an die Auswahl der Motive, die im Hinblick auf das umfangreiche Gesamtoeuvre nicht leicht fiel. Wir entschieden uns für zwei frühere druckgrafische Werke mit den für Geiger typischen Kreisformen und charakteristischen Farben Gelb bzw. Rot-Orange-Pink.


Motiv von Farbmodulationen, 1962 (WVG 52/7)

Motiv von rot orange, 1964 (WVG 65-1)

Die Idee von des artistes auf der Rückseite der T-Shirts jeweils ein zum Sujet der Vorderseite korrespondierendes Zitat des Künstlers aus seinem Skizzenbuch Rotbuch 1975/98 aufzunehmen, rundete die Gestaltung ab.

Auch wenn ein Eins-zu-Eins-Druck mit Tagesleuchtfarbpigmenten auf Textilien nicht möglich ist, hat sich das Team bei des artistes in mehren Druckdurchläufen hervorragend an die Originalfarbgebung angenähert. Die Mitarbeiterinnen des Archivs warten bereits sehnsüchtig auf die T-Shirts, die im Frühjahr / Sommer 2014 auf den Markt kommen.

Um dem Thema und der Zusammenarbeit einen würdigen Auftritt zu geben, wurde die Kooperation multimedial in dem Kunstfilm „Movement“ mit den ersten Solisten des Bayrischen Staatsballets, Lucia Lacarra und Marlon Dion, choreographisch übersetzt und bei einem Screening in der Galerie Walter Storms vorgestellt. Die Sujets von Rupprecht bilden dabei einen Anfangs- und Endpunkt eines wunderbaren Spannungsbogens, in dem die Kunstwerke aus der bisherigen Kollektion von des artistes als Gesamtkunstwerk übersetzt sind. Der Film ist zu sehen und als Download verfügbar auf  http://www.desartistes.org.

Während der Zusammenarbeit an den T-Shirts entstand dann auch die Idee eine Rupprecht Geiger Tragetasche („canvas tote bag“) zu entwickeln. Als Motiv dient die Serigrafie „Ohne Titel (WVG 192, 1994)“, die wir, je nach Seite, als aufgehende bzw. untergehende Sonne aufgefasst haben. Die Modulation innerhalb der Halbkreise kommt sehr gut zur Geltung und wird spielerisch an den beiden Henkeln fortgeführt. Rupprecht hätte die Tasche bestimmt sofort in Gebrauch genommen! Die Tragetasche wird in einer Auflage von nur 1.000 Stück produziert und ist aus 100% Biobaumwoll-canvas.

An dem Konzept von des artistes gefällt mir besonders gut, dass der gesamte Gewinn aus dieser wie anderen High-Profile Kooperationen karitativen Organisationen zu Gute kommt. In unserem Fall habe ich mich für Ärzte ohne Grenzen e.V. (MSF) entschieden, weil man dort in Krisenregionen in denen dringend ärztliche Hilfe benötigt wird, sehr effizient Menschenleben rettet. Meine Großeltern und vor allem meine Großmutter, haben zeitlebens zahlreiche Hilfsorganisationen unterstützt, darunter auch diese. Beim Schreiben des Blog-Eintrages habe ich mich kurzentschlossen dazu entschieden, dass das Archiv Geiger nun während seiner Weihnachtsaktion zusätzlich 5.- € pro verkaufte Tasche an Ärzte ohne Grenzen e.V. spenden wird. Machen Sie mit! Die Tasche ist selbstverständlich auch in unserem Online-Shop erhältlich.

 

 

 

 

Rupprecht Geiger in Karlsruhe

Letzte Woche war ich bei der Eröffnung der Ausstellung “Weltreise. Kunst aus Deutschland unterwegs. Werke aus dem Kunstbestand des ifa 1949 – heute” im ZKM in Karlsruhe. Das Institut für Auslandbeziehungen (ifa) hat seit seiner Neugründung 1949 ca. 23.000 Kunstwerke von deutschen Künstlern erworben. Seitdem hat das Institut unzählige Ausstellungen im Ausland organisiert, die nicht zuletzt dazu beigetragen haben, ein positives Image von Deutschland zu vermitteln. Die ifa-Sammlung ist facettenreich, da sie von unabhängigen, für die jeweiligen Ausstellungen ausgewählte Kuratoren im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen wurde.

Nun werden 400 Werke der ifa-Sammlung, viele zum ersten Mal, in Deutschland gezeigt. Es ist wirklich eine Meisterleistung der zwei Kuratoren Matthias Flügge und Matthias Winzen eine solche kohärente und klare Präsentation zusammengestellt zu haben. Sie bildet einen Querschnitt durch die deutsche Kunstgeschichte der Nachkriegszeit, angefangen bei Willi Baumeister oder Fritz Winter, bis heute, wie zum Beispiel Werke von Katarina Hinsberg oder Corinna Wasmut. An der Ausstellung ist zugleich spannend, wie zum ersten Mal nicht die Unterschiede zwischen west- und ostdeutscher Kunst hervorgehoben werden, sondern die Parallelität der deutsch-deutschen Kunstproduktion auf beiden Seiten der Mauer. Deren Einklang wird insbesondere bei der Fotografie veranschaulicht.

Auch von Rupprecht Geiger wurden mehrere Zeichnungen 1992 unter der Leitung von Hermann Pollig angekauft und in einer Ausstellungstournee in Westeuropa von 2002 bis 2005 gezeigt. Ein paar davon sind nun in Karlsruhe präsentiert. Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum Frühjahr 2014 zu bewundern und wandert anschließend noch nach Rußland (Moskau), Südkorea und China.

Auf den Spuren Rupprecht Geigers: Marokko

Während der Ferien war ich wieder einmal in Marokko und besichtigte auf den Fußstapfen meines Großvaters Rupprecht die Gegend von Tafraout.

Bereits 1925 reist Rupprecht als Jugendlicher mit seinem Vater in Tétouan, Nordmarokko, als Willi versucht, in Spanien einen Neuanfang zu wagen. Mit seiner Frau Monika fährt er 1964 nach Casablanca, wo mein Vater Florian für sechs Monate in einem Architekturbüro arbeitet.

Anschließend besichtigt er abgelegene Orte. Die Reise geht an den Wüstenrand nahe Ouarzazate: am Eingang vom Dadès-Tal befindet sich nämlich Boumalne, östlich davon die Orte Tinghir und Goulmima. Dann geht es weiter nach Agadir, mit einem Zwischenstopp in Tafraout, das auf dem Weg dahin liegt.

Nach München zurückgekehrt betitelt er einige seiner großformatigen Werke mit den Namen dieser zuvor gesehenen Orte. Alle vier Farbfelder werden von kräftigen Rottönen dominiert.

–       Goulimine, 1964 (WV 368) Staatliche Museen Kassel, Neue Galerie (s. Foto)

–       Boumalne, 1965 (WV 395)

–       Tafraoute, 1965 (WV 396) Neue Nationalgalerie Berlin

–       Tinerhir, 1965 (WV 397) Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

 

Bei der Wiedereröffnung der Pinakothek der Moderne im September 2013 bin ich wieder mit dem Maghreb in Berührung gekommen. Die Ausstellung „Marokkanische Teppiche und die Kunst der Moderne“ zeigt wundervolle, farbkräftige modulierte Teppiche, die stark an die Kunst von Rupprecht erinnern. Besonders in der Rotunde kommen die Exponate unter Tageslicht zur Geltung, während man in den unteren Ausstellungsraum an den engen und winkeligen Gassen einer marokkanischen Medina erinnert wird.

In der Nähe von Tafraout habe ich in einer imposanten Landschaft ein spannendes Landart-Projekt des belgischen Künstlers Jean Vérame (1983) gesehen. Rupprecht wäre auch von den farbigen – leider mittlerweile verblassten – Felsen begeistert gewesen!

Einzelausstellung in der Kunsthalle Göppingen: Preview und Eröffnung – Impressionen #5

Letzten Samstag und Sonntag fanden in der Kunsthalle Göppingen die Preview und die Eröffnung der Ausstellung „rupprecht geiger – das absolute bild“ statt.

An der Preview gab es sogar nur rotes Essen, damit sich die Gäste die Farbe auch durch den Magen gehen lassen konnten!

Ein paar Eindrücke sind auf Fotos festgehalten worden:

Die Kuratorin Silke Schuck eröffnet die Ausstellung

 

Metapherzahlen 0-3 (WVG 175)

 

Die Kuratorin Silke Schuck und ich vor dem Werk 'md. pinc' (WV 933)

 

 

Vielen Dank für die schönen Eröffnungsfestlichkeiten und die wunderbare Zusammenarbeit!

Fotos von Wolfgang Schuhholz und Silke Schuck

Rupprecht auf Reisen #2: Moskau

Als ich letzte Woche in Moskau war, sah ich mehrere Brücken, die mit Fahnen
geschmückt waren und musste an unsere QR-Codes denken!

Leider hat es mit einem Foto eines QR-Codes am Roten Platz nicht geklappt, dafür aber vor der Neuen Tretjakow-Galerie, in dem sich das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch befindet!

Wussten Sie, dass Rupprecht Geiger während dem Zweiten Weltkrieg in Wjasma, in der Nähe von Moskau von 1941-42 stationiert war? Dort entstanden seine ersten Gemälde.

Aufbau in der Galerie Storms

Die Qual der Wahl - wohin wird was gehängt?

 

Am 26.10.2012 eröffnete die Ausstellung „LICHT“ in der Walter Storms Galerie, wo Werke von Rupprecht Geiger und Shannon Finley ausgestellt werden. Der Aufbau fand am 24.10. und 25.10. statt und wir wollten mit Euch ein, zwei Einblicke teilen!

Barbara Schenk und ich bei der Hängung des Werkes OE 255 (WV 197) aus dem Jahr 1957