Impressionen #15: Vinzenz im Archiv

Mitte Januar bekam das Archiv Besuch vom kleinsten Kunstpädagogen der Welt: Vinzenz vom Holzknechtmuseum in Ruhpolding. Seine Entdeckungen veröffentlichten wir dann auf Instagram. Unsere Kollegin Sandra Westermayer organisierte seinen Besuch und gibt uns hier einen Blick hinter die Kulissen einer solchen Social-Media-Aktion!

 

Vinzenz On Tour im Archiv Geiger

Ich habe mich sehr gefreut, als ich Anfang Dezember von der Teilnehmerin einer vergangenen Veranstaltung des Archivs für die Bayerische Museumsakademie auf die geplante Social-Media-Aktion ‚Vinzenz On Tour‘ vom Ruhpoldinger Holzknechtmuseum aufmerksam gemacht wurde. Mir war sofort klar, auf die Frage, der Vinzenz nachgehen wollte, nämlich: was ist aus dem vielen geschlagenen Holz geworden?, haben wir einiges beizusteuern und wir laden Vinzenz zu uns ins Archiv Geiger ein.

Nachdem ich mir ein paar Gedanken zum Thema ‚Rupprecht Geiger und Holz‘ gemacht und meine Vorschläge mit Julia Geiger geteilt habe, sind wir gemeinsam durch das ehemalige Atelier gezogen und haben Ideen zu möglichen Fotomotiven gesammelt. Als am Montag, den 16.1.17, der Koffer mit der Holzfäller-Playmobilfigur Vinzenz vor der Tür stand, legte ich, mit einem Fotoapparat bewaffnet, sofort los.

Inhaltlich wurde die Story, was Vinzenz auf seiner Erkundungstour durch das Archiv Geiger in Verbindung mit dem Thema Holz alles erlebt, schnell sehr lang, bin ich doch auf immer mehr Ideen, Blickwinkel und Perspektiven gestoßen.

Es war schwieriger als gedacht, die knapp 10 cm große Figur in Verbindung mit Rupprecht Geigers Werken so zu fotografieren wie wir uns das überlegt haten, da es schnell ein Problem mit der Bildschärfe gibt, wenn Vinzenz im richtigen Größenverhältnis erscheinen soll.

Dennoch sind mehr Fotos entstanden, als wir letztlich auf Instagram veröffentlichen konnten. Daher möchten wir nun weitere Bilder von Vinzenz‘ Blickwinkeln im Archiv in diesem Rahmen noch veröffentlichen und wünschen Ihnen viel Spaß dabei!




Impressionen #11: Aufbau in Ulm

Unsere Praktikantin Maria Issinskaya der Universität Augsburg war diese Woche beim Ausstellungsaufbau im Kunstverein Ulm dabei und hat den Ablauf mitverfolgt:

„Ab 30. November ist die Ausstellung „Geist und Materie“ von Rupprecht Geiger im Ulmer Kunstverein zu sehen. Ich hatte die Möglichkeit, beim Aufbau zu assistieren.
Eine Ausstellung vorzubereiten ist immer spannend: wie aus einem leeren Raum mit Holzkisten ein Kunstuniversum geschaffen wird.
Einen Plan mit den auszustellenden Werken hat man dabei, viele Sachen können erst vor Ort entschieden werden.
Womit fängt man an? Welche Höhe ist für die Bilder optimal? Was für ein Hängesystem hat das Werk? Welcher Abstand zwischen den Bildern und dem Fenster ist am geeignetsten? Wie verhalten sich die einzelnen Werke zueinander?

Die ersten Stunden bei einem Ausstellungsaufbau sind die schwierigsten: man sucht nach der bestmöglichen Herangehensweise und fängt mit den größten Bildern an. Man muss die Wände und Bilder messen, damit sich die Bildmitte auf Augenhöhe befindet. Jede Leinwand hat ihre eigenen Maße und soll ihren eigenen Platz im Raum finden.

Gleichzeitig protokolliert man den Bildzustand nach dem Transport, ob sich etwas verändert hat, ob die Bildoberfläche oder der Rahmen verschmutzt wurde oder Ähnliches.
Je mehr man auf die einzelnen Aufgaben konzentriert ist – Messen, Bohren, Aufhängen, Protokollieren, Auspacken, Einpacken – desto beeindruckender ist die Folge nach sechs Stunden: Eine fertige Ausstellung, ein Raum voller Licht und Farbe.“


 

Einzelausstellung in Hannover – Aufbau und Eröffnung: Impressionen #3

Vor einer Woche eröffnete die sehr spannende Ausstellung „Rupprecht Geiger. Die Macht der roten Farbe“ in der art gallery der NORD/LB in Hannover. Zu sehen sind zwölf Gemälde aus seiner frühen Schaffensphase (1949-1955), die in dieser Konstellation noch nie präsentiert worden sind.

Während des Aufbaus und der Eröffnung habe ich ein paar Fotos gemacht, um Ihnen einen kleinen Einblick in einen solchen Prozess geben zu können.


 

Das Archiv Geiger hat sich sehr über die Zusammenarbeit mit der art gallery gefreut und hofft, dass die Ausstellung Sie genauso begeistern wird!

Am Werkeln

Hier ein paar Schnappschüsse aus dem Archiv! Am 8. Dezember von 10:00 bis 17:00 Uhr ist unser Tag der Offenen Tür und das haben wir als Anlass genommen, uns eine neue Präsentation einfallen zu lassen! Wir werden hauptsächlich Arbeiten aus Rupprechts Spätwerk zeigen. Was halten Sie davon?

 

Aufbau in der Galerie Storms

Die Qual der Wahl - wohin wird was gehängt?

 

Am 26.10.2012 eröffnete die Ausstellung „LICHT“ in der Walter Storms Galerie, wo Werke von Rupprecht Geiger und Shannon Finley ausgestellt werden. Der Aufbau fand am 24.10. und 25.10. statt und wir wollten mit Euch ein, zwei Einblicke teilen!

Barbara Schenk und ich bei der Hängung des Werkes OE 255 (WV 197) aus dem Jahr 1957

 

 

Hinter den Kulissen

 

Und so sieht das aus wenn unsere Restauratorin Susanne Herbst am Werkeln ist: dieses Gemälde von Rupprecht Geiger (Wjasma, 1955, WV 151) wird im September im Rahmen der Ausstellung „KRITIK MACHT KUNST. Will Grohmann im Netzwerk der Moderne – seine Künstler, seine Bilder, seine Frauen“ nach Dresden reisen. Dazu musste das Werk erst eine Runde „Sonne tanken“, damit es mehr leuchtet. Auf dem Bild ist Susanne Herbst gerade dabei einen Zustandsprotokoll anzufertigen, damit das Werk wohlbehalten in seine Transportkiste gepackt werden kann. Wir sind schon auf die Ausstellung gespannt!

Rupprecht in Berlin

Vor ein paar Wochen habe ich dieses Werk von Ruprecht Geiger nach Berlin begleitet. Keine Angst, es hängt nicht schief, ich habe nur schief geknipst! Zu sehen ist dieses Werk, zusammen mit einem weiteren Werk von Rupprecht aus dem Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre in der Stiftung der Akademie der Künste in Berlin. Die Gruppenausstellung „Aufbruch. Malerei und realer Raum“ ist noch bis zum 1. Juli 2012 zu sehen!