Impressionen #11: Aufbau in Ulm

Unsere Praktikantin Maria Issinskaya der Universität Augsburg war diese Woche beim Ausstellungsaufbau im Kunstverein Ulm dabei und hat den Ablauf mitverfolgt:

„Ab 30. November ist die Ausstellung „Geist und Materie“ von Rupprecht Geiger im Ulmer Kunstverein zu sehen. Ich hatte die Möglichkeit, beim Aufbau zu assistieren.
Eine Ausstellung vorzubereiten ist immer spannend: wie aus einem leeren Raum mit Holzkisten ein Kunstuniversum geschaffen wird.
Einen Plan mit den auszustellenden Werken hat man dabei, viele Sachen können erst vor Ort entschieden werden.
Womit fängt man an? Welche Höhe ist für die Bilder optimal? Was für ein Hängesystem hat das Werk? Welcher Abstand zwischen den Bildern und dem Fenster ist am geeignetsten? Wie verhalten sich die einzelnen Werke zueinander?

Die ersten Stunden bei einem Ausstellungsaufbau sind die schwierigsten: man sucht nach der bestmöglichen Herangehensweise und fängt mit den größten Bildern an. Man muss die Wände und Bilder messen, damit sich die Bildmitte auf Augenhöhe befindet. Jede Leinwand hat ihre eigenen Maße und soll ihren eigenen Platz im Raum finden.

Gleichzeitig protokolliert man den Bildzustand nach dem Transport, ob sich etwas verändert hat, ob die Bildoberfläche oder der Rahmen verschmutzt wurde oder Ähnliches.
Je mehr man auf die einzelnen Aufgaben konzentriert ist – Messen, Bohren, Aufhängen, Protokollieren, Auspacken, Einpacken – desto beeindruckender ist die Folge nach sechs Stunden: Eine fertige Ausstellung, ein Raum voller Licht und Farbe.“


 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.